Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 11.11.1993, Az.: BVerwG 3 C 37/91
Milcherzeugung; Referenzmenge; Höchstbemessungsbegrenzung; Nutzung; Fünf-Hektar-Klausel
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 11.11.1993
- Aktenzeichen
- BVerwG 3 C 37/91
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1993, 13047
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VGH München 29.04.1991 - 9 B 89.1515
- VG Regensburg 23.02.1989 - RO 7 K 88.1939
Rechtsgrundlagen
- § 7 Abs. 3a Nr. 2 MGVO
- Art. 14 Abs. 1 GG
Fundstellen
- BVerwGE 94, 257 - 268
- DÖV 1994, 792 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ 1994, 1013 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Ein Verpächter ist i. S. des § 7 IIIa 2 MGVO nicht auf die Referenzmenge "für die Milcherzeugung für sich" angewiesen, wenn er sie nur im Wege der Verpachtung seiner landwirtschaftlichen Flächen oder zur Lagerung einer Milchrente zu nutzen beabsichtigt.
2. Die Höchstbemessungsbegrenzung und die hälftige Aufteilung der auf die zurückgewährte Milcherzeugungsfläche entfallenden Referenzmenge zwischen Pächter und Verpächter nach § 7 IIIa 1 MGVO sind mit höherrangigem Recht vereinbar.
3. Die Fünf-Hektar-Klausel des § 7 IIIa 1 MGVO verstößt in einer den Gleichheitssatz verletzenden Weise gegen die Eigentumsgarantie.