Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 28.03.1985, Az.: 1 BvR 1245/84
Sozialgerichtsverfahren; Sofortvollzug; Krankenversicherung; Kassenarzt; Recht auf Gehör; Sozialgerichtliche Selbstkontrolle; Kassenärztliche Zulassung; Gemeinschaftspraxis
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 28.03.1985
- Aktenzeichen
- 1 BvR 1245/84
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1985, 12151
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 97 Abs. 3 SGG
- § 368a RVO
Fundstellen
- BVerfGE 69, 233 - 248
- DVBl 1985, 669-670 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1985, 2187-2189 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Die Ablehnung eines Antrags, den Sofortvollzug gem. § 97 III SGG einstweilen auszusetzen, unterliegt bei Verletzung des Rechts auf Gehör der sozialgerichtlichen Selbstkontrolle, selbst wenn die Entscheidung zunächst als unanfechtbar angesehen wird.
2. Zur Entziehung der kassenärztlichen Zulassung bei Angehörigen einer Gemeinschaftspraxis und zum Sofortentzug dieser Maßnahme.