Bundesgerichtshof
Urt. v. 06.11.1969, Az.: VII ZR 159/67
Beweissicherungsverfahren; Beweissicherung; Beweisverfahren; Beweissicherungsantrag; Unterbrechung; Rücknahme des Antrags; Zurückweisung des Antrags; Sachliche Erledigung des Antrags
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 06.11.1969
- Aktenzeichen
- VII ZR 159/67
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1969, 10959
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BGHZ 53, 43 - 47
- DB 1970, 295 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1970, 296 (Volltext mit amtl. LS)
- JZ 1970, 289-290 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1970, 316-317 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1970, 419-420 (Volltext mit amtl. LS) "Verjährungsunterbrechung durch Beweissicherungsverfahren"
- VersR 1970, 176-177 (Volltext mit red. LS)
- WM 1970, 19
Redaktioneller Leitsatz
Im Beweissicherungsverfahren (nunmehr selbständigen Beweisverfahren, §§ 485 ff. ZPO n.F.) ist § 212 BGB sinngemäß heranzuziehen.
Dies bedeutet, daß die durch einen Beweissicherungsantrag eingetretene Unterbrechung (§§ 477 Abs. 2, 639 Abs. 1 BGB) aufgrund Rücknahme des Antrags oder Zurückweisung aus prozessualen Gründen rückwirkend entfällt.
Eine entsprechende Wirkung entfällt aber für die sachliche Erledigung des Antrags, z.B. durch Erstattung eines Gutachtens.