Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 20.11.1970, Az.: BVerwG 7 C 56/69
Verkehrszuwiderhandlung; Wechsellichtzeichen; Fahrtenbuch; Verhältnismäßigkeit; Mitwirkung; Halter; Zumutbarkeit
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 20.11.1970
- Aktenzeichen
- BVerwG 7 C 56/69
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1970, 10940
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstelle
- VerkMitt 1971, 35
Redaktioneller Leitsatz
1. Hat der nicht ermittelte Kraftfahrzeugführer eine schwerwiegende Verkehrszuwiderhandlung begangen, so z.B. wenn er ein rotes Wechsellichtzeichen überfahren hat, verstößt die Auflage ein Fahrtenbuch zu führen, nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
2. Der Behörde sind weitergehende Ermittlungen nach der Person der Fahrzeugführers nicht zumutbar, wenn der Halter die ihm zumutbare Mitwirkung bei der Ermittlung der Kraftfahrzeugführers verweigert. (Vgl. BVerwG (7 B 234/85) NJW 1987, 143; Hess VGH (II OE 153/78) VerkMitt 1980, 30; HessVGH v. 30. 11. 1976, VerkMitt 1977, 40; VGH Baden-Württemberg v. 16. 10. 1980, VRS 60, 479 = NJW 1981, 1004; VG Hannover (Kammer Osnabrück) v. 16. 6. 1976, VRS 52, 70.