Bundesgerichtshof
Urt. v. 21.03.1972, Az.: VI ZR 211/70
Richterliche Entscheidung; Richterliche Wahrnehmung; Richterwechsel; Beweisaufnahme; Vernehmung von Zeugen; Urkundenbeweis
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 21.03.1972
- Aktenzeichen
- VI ZR 211/70
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1972, 11180
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- DB 1972, 1235 (Kurzinformation)
- DRiZ 1972, 322
- MDR 1972, 595 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1972, 1202 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1972, 641-643 (Volltext mit red. LS)
Redaktioneller Leitsatz
Im Rahmen einer Entscheidung darf lediglich das Berücksichtigung finden, was aktenkundig ist oder oder auf der eigenen Wahrnehmung des Richters basiert.
Hinweis:
Ein Richterwechsel nach der Beweisaufnahme macht nicht grundsätzlich deren Wiederholung notwendig.
Frühere Zeugenaussagen können im Wege des Urkundenbeweises durch Auswertung des Vernehmungsprotokolls verwertet werden (BGHZ 53, 245; NJW 1970, 946; BGH, NJW 1991, 1180 [BGH 04.12.1990 - XI ZR 310/89]).
Ein Verstoß gegen § 285 ZPO ist nicht nach § 295 ZPO heilbar und kann damit Rechtsmittel begründen (BGH, ZZP 65 (1952), 267).