Bundesgerichtshof
Urt. v. 31.01.1984, Az.: RiZ (R) 4/83
Prüfungsverfahren; Beteiligte; Revisionsrechtszug; Anwaltliche Vertretung; Schriftliche Mißbilligung; Dienstvorgesetzter; Dienstaufsicht; Richter; Verfassungsrechtliche Stellung; Peronalakten
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 31.01.1984
- Aktenzeichen
- RiZ (R) 4/83
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1984, 13173
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BGHZ 90, 34 - 41
- MDR 1984, 489 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1984, 2534-2535 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Die Beteiligten eines Prüfungsverfahrens brauchen sich im Revisionsrechtszug nicht anwaltschaftlich vertreten zu lassen.
2. Eine schriftliche Mißbilligung (vgl. Art. 7 II BayDiszO; § 6 II BDO) des Dienstvorgesetzten ist auch dann keine zulässige Maßnahme der Dienstaufsicht, wenn sie eine nachrichterliche Tätigkeit eines Richters betrifft (Ergänzung zu BGHZ 51, 280 = NJW 1969, 2199). Die Nachprüfung einer solchen Mißbilligung erfolgt im Verfahren nach § 26 III DRiG.
3. Zur Beachtung der verfassungsrechtlichen Stellung eines Richters bei der sinngemäßen Anwendung von Vorschriften über die Einsicht eines Beamten in seine Personalakten.