Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 07.09.1977, Az.: 2 BvR 674/77
Tatbestandsverwirklichung; Verhältnis der Tatmehrheit; Kriminelle Vereinigung; Beihilfe zum Mord ; Verfassungsrecht
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 07.09.1977
- Aktenzeichen
- 2 BvR 674/77
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1977, 10968
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- AG Heidelberg 14.03.1977 - 7 Gs 105/77
- LG Heidelberg 12.04.1977 - 1 Qs 29/77
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 45, 434 - 437
- MDR 1978, 552 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1978, 414-415 (Volltext mit amtl. LS) "und Einzelstraftaten"
Redaktioneller Leitsatz
1. Wenn mehrere Tatbestandsverwirklichungen zueinander im Verhältnis der Tatmehrheit stehen, können sie auch dann "eine Tat" im Sinne des § 264 Abs. 1 StPO (Art. 103 Abs. 3 GG) bilden.
2. Verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist die Auffassung, daß die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und die in diesem Rahmen begangene Beihilfe zum Mord nicht "dieselbe Tat" im Sinne von Art. 103 Abs. 3 GG verkörpern.