Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 12.02.1987, Az.: BVerwG 3 C 18/86
Lebensmittelrecht; Kennzeichnungsverbot; Naturreinheit; Pflanzenschutzmittelrückstände
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 12.02.1987
- Aktenzeichen
- BVerwG 3 C 18/86
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1987, 12477
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Hamburg 03.12.1984 - 21 2188/84
- OVG Hamburg 10.12.1985 - Bf VI 22/85
Rechtsgrundlage
- § 17 Abs. 1 Nr. 4 LMBG
Fundstellen
- BVerwGE 77, 7 - 19
- DVBl 1987, 686-688 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1987, 2759-2761 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1987, 975 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Das Kennzeichnungsverbot des § 17 I Nr. 4 LMBG, für ein Lebensmittel die Werbeaussage "naturrein" oder eine gleichsinnige Bezeichnung zu verwenden, wenn in dem Lebensmittel Rückstände von Pflanzenschutz- bzw. Pflanzenbehandlungsmitteln festgestellt sind, gilt ungeachtet der Menge der Rückstandstoffe.
2. Das Verbot des § 17 I Nr. 4 gilt auch für in Lebensmitteln festgestellte Rückstände von Pflanzenschutz- bzw. Pflanzenbehandlungsmitteln, die auf die allgemeine Kontamination der Umwelt mit derartigen Schadstoffen zurückzuführen sind.