Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 29.04.1988, Az.: BVerwG 7 C 33/87
„Feuersirenen-Entscheidung“
Zumutbarkeit; Hoheitliche Verursachung; Lärm-Immissionen; Duldung; Grenze; Rechtmäßigkeit; Spezialgesetze; Abwehrklage; Lärm; Gemeindliche Feuersirene; Ausgleich in Geld; Passiver Immissionsschutz
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 29.04.1988
- Aktenzeichen
- BVerwG 7 C 33/87
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1988, 12802
- Entscheidungsname
- Feuersirenen-Entscheidung
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerwGE 79, 254 - 266
- DVBl 1988, 967-970 (Volltext mit amtl. LS)
- JZ 1989, 237-240
- NJW 1988, 2396-2399 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1988, 918 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ-RR 1988, 17 (amtl. Leitsatz)
Redaktioneller Leitsatz
Die Zumutbarkeit, hoheitlich verursachte Lärm-Immissionen zu dulden, ist begrenzt;
- die Rechtmäßigkeit beurteilt sich nach den §§ 3, 22 BImSchG, wenn Spezialgesetze fehlen;
- die Festlegung der Grenze der Zumutbarkeit bei Abwehrklage gegen den Lärm einer gemeindlichen Feuersirene;
- der Betroffene kann Anspruch auf Ausgleich in Geld für passiven Immissionsschutz haben.