Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 18.07.1979, Az.: 1 BvR 650/77
Zulässigkeit einer Ausweisung; Ausländer; Straftat; Deutsche Ehefrau; Eheliches Kind; Generalpräventive Ermessenserwägungen
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 18.07.1979
- Aktenzeichen
- 1 BvR 650/77
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1979, 10938
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Köln 30.10.1974 - 5 (4) K 2521/73
- OVG Münster 17.01.1977 - IV A 352/75
Rechtsgrundlagen
- § 10 Abs. 1 Nr. 2 AuslG
- § 15 AuslG
- Art. 6 Abs. 1 GG
- Art. 6 Abs. 2 GG
Fundstellen
- BVerfGE 51, 386 - 401
- DVBl 1980, 189-191 (Volltext mit amtl. LS)
- DÖV 1979, 900-902 (Volltext mit amtl. LS)
- FamRZ 1979, 1000
- JZ 1979, 803
- JuS 1980, 675
- NJW 1980, 514-515 (Volltext mit amtl. LS)
- VerwRspr 31, 480 - 484
- VwRspr 1980, 480-484 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
1. Nur wenn die Straftat besonders schwer war, kann eine Ausweisung eines wegen einer Straftat verurteilten Ausländers, der mit einer deutschen Frau verheiratet ist und mit ihr ein eheliches Kind hat, aufgrund generalpräventiver Ermessenserwägungen erfolgen.
2. Besondere Bedeutung kommt bei der Entscheidung über die Ausweisung eines solchen Ausländers der Möglichkeit, die Wirkung der Ausweisung zu befristen, zu.