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Bundesfinanzhof
Urt. v. 08.05.1991, Az.: I R 26/86

Gesamtschuldner; Ehe; Bayern; Kirchensteuer

Bibliographie

Gericht
BFH
Datum
08.05.1991
Aktenzeichen
I R 26/86
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1991, 10793
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BFHE 164, 573 - 576
  • BB 1991, 1778 (Kurzinformation)
  • BB 1991, 1918-1919 (Volltext mit amtl. LS)
  • BFH/NV 1991, 65
  • DB 1991, 2018-2019 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStR 1991, 1217 (Volltext mit amtl. LS)
  • FamRZ 1991, 1430 (amtl. Leitsatz)
  • HFR 1991, 666-667 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1992, 2176 (amtl. Leitsatz)
  • NVwZ 1992, 303-304 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Bei verfassungskonformer Auslegung muß Art. 2 I KiStG Bay dahin verstanden werden, daß Schuldner der lutherischen Kirchensteuer nur ein Mitglied der lutherischen Kirche sein kann.

2. Art. 9 II KiStG Bay regelt nur die Bemessungsgrundlage der für den steuerpflichtigen Ehepartner konfessionsverschiedener Eheleute zu erhebenden Kirchensteuer.

3. Art. 10 KiStG Bay bestimmt nur, daß Eheleute, die nach Art.2 I KiStG Bay persönlich steuerpflichtig sind, für Zwecke der Kircheneinkommensteuer Gesamtschuldner sind, wenn sie zusammenveranlagt werden. Die Vorschrift begründet keine Gesamtschuldnerschaft zwischen konfessionsverschiedenen Eheleuten.