Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 18.05.1977, Az.: BVerwG 8 C 94/76
Abbruch von Wohnraum; Genehmigungserfordernis; Neubau; Unechte Rückwirkung; Abbruchverbot
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 18.05.1977
- Aktenzeichen
- BVerwG 8 C 94/76
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1977, 11192
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG München 22.05.1975 - M 459 VI 73
- VGH München 14.09.1976 - 239 VIII 75
Rechtsgrundlagen
- Art. 6 § 1 MietRVerbG
- § 113 Abs. 4 VwGO
- § 137 Abs. 1 VwGO
- § 31 Abs. 1 BVerfGG
- § 31 Abs. 2 BVerfGG
- Art. 14 GG
Fundstelle
- BVerwGE 54, 54
Amtlicher Leitsatz
1. Zum Genehmigungserfordernis für den Abbruch von Wohnraum auf Grund landesrechtlicher Ausführungsverordnungen zu MietrechtverbesserungsG Art. 6 J: 1971 (Parallelsache zu BVerwG VIII c 44.76).
2. Wer ein Wohngebäude mit der Absicht erworben hat, es abzubrechen, um einen Neubau zu errichten, kann sich nicht auf Vertrauensschutz und deshalb auf eine verfassungswidrige "unechte Rückwirkung" berufen, wenn sein Vorhaben an einem nachträglich in Kraft gesetzten rechtsgültigen Abbruchverbot scheitert.