Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 23.10.1996, Az.: BVerwG 8 C 7/96
Kriegsdienstverweigerer; Altersgrenze; Heranziehung zum Zivildienst; Ausbildungsgründe; Zurückstellungsfrist
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 23.10.1996
- Aktenzeichen
- BVerwG 8 C 7/96
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 12847
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Sigmaringen 27.02.1996 - 4 K 1719/95
Rechtsgrundlagen
- § 24 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 ZDG
- § 17 ZDG
- § 11 Abs. 4 S. 2 Nr. 2 ZDG
- § 16 ZDG
- § 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 Buchst. a WehrPflG
- § 12 Abs. 4 S. 2 Nr. 2 WehrPflG
- § 20 Abs. 2 S. 2 WehrPflG
- § 12 Abs. 4 S. 2 Nr. 3 Buchst. a WehrPflG
- § 43 Abs. 2 VwVfG
- § 44 VwVfG
- § 11 Abs. 4 S. 2 Nr. 2 ErsDiG
- § 24 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 ErsDiG
Fundstellen
- Buchholz 448.11 § 24 ZDG Nr 10
- NVwZ-RR 1998, 380-383 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Ein über 25 Jahre alter Kriegsdienstverweigerer kann nach § 24 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 ZDG noch bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres zum Zivildienst herangezogen werden, wenn er aus Ausbildungsgründen zunächst nach § 12 Abs. 4 Satz 2 Nr. 3 Buchst. a WPflG über sein 25. Lebensjahr hinaus vom Wehrdienst zurückgestellt war und erst im Anschluß daran einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gestellt hat.
2. Eine Zurückstellung des Wehr- oder Zivildienstpflichtigen nach § 12 WPflG oder § 11 ZDG erledigt sich mit Ablauf der festgesetzten Zurückstellungsfrist durch Zeitablauf. Sie kann nicht nachträglich vom Dienstpflichtigen mit der Begründung angefochten werden, die Zurückstellung hätte aus Rechtsgründen nicht erfolgen dürfen.