Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 13.12.1995, Az.: BVerwG 6 C 13/94
Namensänderung; Ehescheidung; Widerlegliche Vermutung; Kindeswohl; Familienname
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 13.12.1995
- Aktenzeichen
- BVerwG 6 C 13/94
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1995, 13531
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Aachen 10.05.1994 - 4 K 2505/91
- OVG Nordrhein-Westfalen - 09.09.1994 - AZ: 10 A 3684/94
Rechtsgrundlage
- § 3 Abs. 1 NÄG
Fundstellen
- DVBl 1996, 992-993 (Volltext mit amtl. LS)
- FamRZ 1996, 942 (amtl. Leitsatz)
- NJ 1996, 448 (amtl. Leitsatz)
- NJW 1997, 207-211 (Volltext mit amtl. LS) ""Scheidungshalbwaisen""
- NJWE-FER 1997, 52
- NVwZ 1997, 282 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
Nimmt der allein sorgeberechtigte Elternteil nach Scheidung einer Ehe mit gemeinsamem Ehenamen den vor der Ehe geführten Namen wieder an, so spricht eine widerlegliche Vermutung dafür, daß eine entsprechende Änderung des Familiennamens des Kindes dessen Wohl beförderlich ist. In derartigen Fällen besteht i. S. von § 3 I NÄG dann ein wichtiger Grund zur Änderung des Kindesnamens, wenn andere vorrangige Interessen nicht überwiegen. Zu den Möglichkeiten der Widerlegung der Vermutung.