Bundessozialgericht
Urt. v. 21.10.1980, Az.: 3 RK 21/80
Krankenkasse; Einkommensgrenze; Befreiung
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 21.10.1980
- Aktenzeichen
- 3 RK 21/80
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1980, 10825
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Oldenburg (Oldenburg) 16.08.1979 - S 6 Kr 3/78
- LSG Celle 20.02.1980 - L 4 Kr 57/79
Rechtsgrundlage
- § 182a RVO
Fundstellen
- BSGE 50, 250 - 255
- SozR 2200 § 182a Nr 2
Amtlicher Leitsatz
1. Eine Krankenkasse handelt ermessensfehlerhaft, wenn sie Versicherte, die laufend Arzneimittel benötigen, von der Zuzahlung nach § 182 a RVO regelmäßig nur unter der Voraussetzung befreit, daß ihr Bruttoeinkommen ein Drittel der Bezugsgröße des § 18 SGB IV nicht übersteigt.
2. Die Krankenkasse handelt nicht ermessensfehlerhaft, wenn sie bei der Befreiung von einer festen (höheren) Einkommensgrenze ausgeht und dabei die Witwengrundrente nach § 40 BVG als Einkommen berücksichtigt.