Bundesgerichtshof
Urt. v. 09.06.2005, Az.: 3 StR 269/04
Beweisantizipation bei Antrag auf Vernehmung eines Auslandszeugen; Ablehnung eines Beweisantrags auf Vernehmung eines Auslandszeugen; Stützen der Ermessenentscheidung des Gerichts auf die im Wege vorweggenommener Beweiswürdigung gewonnene Prognose; Anwendung des Zweifelssatzes bei der Würdigung eines Entlastungsindizes; Voraussetzung der Hinnahme der tatrichterlichen Überzeugungsbildung durch das Revisionsgericht
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 09.06.2005
- Aktenzeichen
- 3 StR 269/04
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 2005, 26009
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 129a StGB a.F.
- § 211 StGB a.F.
- § 244 Abs. 5 StGB a.F.
- § 244 Abs. 5 S. 2 StGB a.F.
- § 261 StGB a.F.
- § 261 StPO
Fundstellen
- JuS 2005, XIV Heft 8 (Kurzinformation)
- NJW 2005, 2322-2326 (Volltext mit amtl. LS) "Fall Mzouidi"
- NJW 2005, X Heft 29 (Kurzinformation) "Fall Mzoudi"
- NJW-Spezial 2005, 376-377 (Kurzinformation) "Fall Mzoudi"
- NStZ 2005, VII Heft 9 (amtl. Leitsatz)
- NStZ 2005, 701-703 (Volltext mit red. LS)
- NStZ-RR 2006, 36 (Kurzinformation)
- StraFo 2005, 426-427 (Volltext mit red. LS)
Redaktioneller Leitsatz
- 1.
Möglichkeit der Überprüfung der Ablehnung eines Beweisantrags auf Vernehmung eines Auslandszeugen nach § 244 Abs. 5 StPO durch das Revisionsgericht allein daraufhin, ob dem Tatrichter insoweit Rechtsfehler unterlaufen sind.
- 2.
Reduktion des dem Tatgericht durch § 244 Abs. 5 StPO eingeräumten Ermessens auf Null bei der Beurteilung des in Frage stehenden Beweisantrags als nicht zwingende Folge einer besonderen potentiellen Bedeutung des Beweismittels.
- 3.
Bedeutung und Funktion des Zweifelssatzes hinsichtlich der Beweiswürdigung.