Bundesgerichtshof
Beschl. v. 13.06.2006, Az.: IX ZB 136/05
Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe; Statthaftigkeit eines Rechtsmittels gegen die Ablehnung einer insolvenzgerichtlichen Weisung an den Verwalter zur Auszahlung einbehaltener Unterhaltsbeträge
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 13.06.2006
- Aktenzeichen
- IX ZB 136/05
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2006, 17649
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- AG Köln - 28.02.2005 - AZ: 71 IN 25/02
- LG Köln - 29.04.2005 - AZ: 1 T 102/05
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- NZI 2007, 5
- NZI 2006, 593-594 (Volltext mit red. LS)
- NZI 2006, VIII Heft 9 (Kurzinformation)
Verfahrensgegenstand
Insolvenzverfahren
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Gero Fischer und
die Richter Dr. Ganter, Raebel, Kayser und Dr. Detlev Fischer
am 13. Juni 2006
beschlossen:
Tenor:
Der Antrag des Rechtsbeschwerdeführers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für sein Rechtsmittel gegen den Beschluss der 1. Zivilkammer des Landgerichts Köln vom 29. April 2005 wird abgelehnt.
Gründe
Dem Rechtsbeschwerdeführer steht für sein Rechtsmittel mangels Erfolgsaussicht nach § 114 ZPO keine Prozesskostenhilfe zu. Er erstrebt eine insolvenzgerichtliche Weisung an den Verwalter zur Auszahlung einbehaltener Unterhaltsbeträge, deren Erteilung das Amtsgericht abgelehnt hat. Ein Rechtsmittel hiergegen ist nicht statthaft (§ 6 Abs. 1 InsO). Diese - auch vom Beschwerdegericht vertretene - Auffassung ist in neuerer Zeit unbestritten (vgl. LG Göttingen NZI 2000, 491; MünchKomm-InsO/Graeber § 58 Rn. 57; Nerlich/ Römermann/Delhaes, InsO § 58 Rn. 22; HmbKomm-InsO/Frind § 58 Rn. 12 a.E.; Braun/Kind, InsO 2. Aufl. § 58 Rn. 15; Uhlenbruck, InsO 12. Aufl. § 58 Rn. 29 a.E.; Hess, InsO § 58 Rn. 24). Eine Verfahrensfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt sich insoweit nicht. Der Ausschluss des Beschwerderechts ist hier auch verfassungsrechtlich unbedenklich (vgl. BVerfG NJW 1993, 513 zu Art. 14 GG).
Dr. Ganter
Raebel
Kayser
Dr. Detlev Fischer