Bundesfinanzhof
Beschl. v. 14.04.1992, Az.: VIII B 74/91
Grundsätzliche Bedeutung der Frage der Bewertung von Sprungrückstellungen
Bibliographie
- Gericht
- BFH
- Datum
- 14.04.1992
- Aktenzeichen
- VIII B 74/91
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1992, 17044
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Fundstelle
- BFH/NV 1993, 11
Entscheidungsgründe
Der Rechtsfrage, ob bei der Bewertung sog. Sprungrückstellungen noch nicht verwirklichte Rückgriffsansprüche gegen die Zulieferer ausschließlich nach den hierfür bestehenden Bilanzierungsregeln zu aktivieren sind oder ob sie - ohne Verstoß gegen den Grundsatz der Einzelbewertung oder ggf. in Ausnahme hiervon - saldiert werden dürfen, kommt grundsätzliche Bedeutung i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu (vgl. Beschluß des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 27. Juni 1985 I B 27/85, BFHE 144, 137, BStBl II 1985, 625). Die für den Streitfall maßgebende Rechtsfrage wird in der Rechtsprechung (vgl. Urteile des Reichsfinanzhofs vom 13. Juli 1933 VI A 1413/32, RStBl 1933, 1085; BFH-Urteil vom 1. Februar 1966 I 90/63, BFHE 85, 108, BStBl III 1966, 251) und im Schrifttum (vgl. Schmidt, Einkommensteuergesetz, 10. Aufl., § 5 Anm. 14, 14a, 57 Gewährleistungen, § 6 Anm. 10b; Jacobs in Deutsches Steuerrecht 1988, 238; Liedmeier in Der Betrieb - DB - 1989 2133 sowie generell zustimmend Groh, Betriebs-Berater 1988, 27, 29; Kupsch in DB 1989, 53, 59 und Herzig in DB 1990, 1341, 1353) [BAG 01.03.1990 - 6 AZR 649/88] kontrovers behandelt. Einer Prüfung der geltend gemachten weiteren Zulassungsgründe bedarf es ebensowenig wie einer zusätzlichen Begründung (vgl. Art. 1 Nr. 6 des Gesetzes zur Entlastung des Bundesfinanzhofs).