Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 27.09.1990, Az.: BVerwG 6 P 23/88
Personalrat; Vorstand; Wahl des Personalvorstandes; Minderheitenschutz
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 27.09.1990
- Aktenzeichen
- BVerwG 6 P 23/88
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1990, 12694
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Gelsenkirchen 03.10.1986 - PVB 9/86
- OVG Münster 25.10.1988 - CB 19/86 (PersR 1989, 73)
- nachfolgend
- BVerfG 05.12.1990 - 2 BvR 1528/90
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- DVBl 1991, 113-115 (Volltext mit amtl. LS)
- DÖV 1991, 657 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ-RR 1991, 317 (amtl. Leitsatz)
- ZBR 1991, 56
- ZTR 1991, 216-217 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Es bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Gültigkeit des § 33 S. 2 BPersVG, wonach in Personalräten mit elf oder mehr Mitgliedern auch starke Wahlminderheiten nur dann Anspruch auf einen Sitz im Vorstand haben, wenn ihre Liste die zweitgrößte Anzahl, mindestens jedoch 1/3 der abgegebenen Stimmen erhalten hat.
2. Es gibt kein die Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers einengendes Verfassungsgebot, bei der Wahl zum Personalratsvorstand den Minderheitenschutz ausschließlich über die Grundsätze des Verhältniswahlrechts zu berücksichtigen; das gilt auch dann, wenn die Personalratswahl nach diesen Prinzipien erfolgt.