Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 10.01.1995, Az.: BVerwG 7 B 112/94
Immissionsschutz; Nachträgliche Anordnung; Nachrüstungsfrist; Emissionsbegrenzende Anforderungen; Schädliche Umwelteinwirkungen
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 10.01.1995
- Aktenzeichen
- BVerwG 7 B 112/94
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1995, 13480
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Gelsenkirchen 11.04.1990 - 10 K 2907/88
- OVG Münster 25.02.1994 - 21 A 1236/90
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- DVBl 1995, 516-517 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1995, 994-996 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Auf § 17 I 1 BImSchG gestützte nachträgliche Anordnungen, mit denen die Einhaltung der genannten Emissionswerte bei bestehenden Anlagen duchgesetzt werden soll, sind bei Beachtung der in Nr. 4.2 TA Luft eingeräumten Nachrüstungsfristen für den Regelfall nicht unverhältnismäßig i. S. von § 17 II BImSchG.
2. Die in Nr. 3.1.6 TA Luft 1986 aufgestellten emissionsbegrenzenden Anforderungen konkretisieren das Maß der gesetzlich gebotenen Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen; mit dieser Funktion ist die Vorschrift auch im gerichtlichen Verfahren beachtlich.