Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 10.11.1995, Az.: BVerwG 9 B 431/95
Nachprüfung historischer Tatsachen; Bekenntnis zum deutschen Volkstum; Volkszählung; Volkszugehörigkeit; Muttersprache; Umgangssprache; Ethnische Abstammung
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 10.11.1995
- Aktenzeichen
- BVerwG 9 B 431/95
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1995, 13495
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VGH Mannheim 22.03.1995 - 6 S 96/93
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- DVBl 1996, 216 (amtl. Leitsatz)
- DÖV 1996, 339-340 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Zur Nachprüfung historischer Tatsachen durch das Revisionsgericht.
2. Ein Bekenntnis zum deutschen Volkstum i.S. des § 6 BVFG a.F. durch Angaben bei einer Volkszählung kann auch dann vorliegen, wenn bei der Volkszählung nicht nach der Nationalität (Volkszugehörigkeit), sondern nach bestimmten anderen Umständen (z.B. Muttersprache, Umgangssprache, ethnische Abstammung) gefragt wurde und nach Sinn und Zweck der Fragestellung die Beantwortung der diesbezüglichen Fragen als verbindliche Angabe der Volkszugehörigkeit gelten sollte (im Anschluß an BVerwG ZLA 1969, 36).