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Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 06.12.1996, Az.: BVerwG 7 C 64/95

Anspruch auf Umweltinformation; Gewähr von Akteneinsicht; Wahl der Informationsmittel; Auswahlermessen der Behörde

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
06.12.1996
Aktenzeichen
BVerwG 7 C 64/95
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1996, 12593
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
VG Minden 05.03.1993 8 K 1536/90 (UPR 1994, 118)
OVG Nordrhein-Westfalen - 19.01.1995 - AZ: 20 A 1518/93

Fundstellen

  • BVerwGE 102, 282 - 288
  • AuR 1997, 295-296 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • AuR 1997, 81 (Pressemitteilung)
  • DVBl 1997, 885-888 (Urteilsbesprechung von Wissenschaftlichem Assistenten Dr. Ralf Röger)
  • DVBl 1997, 438-439 (Volltext mit amtl. LS)
  • DÖV 1997, 734-736 (Volltext mit amtl. LS)
  • JZ 1998, 243-244 (Volltext mit amtl. LS)
  • JuS 1998, 87-88 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJ 1997, 76 (Pressemitteilung)
  • NJW 1997, 753-754 (Volltext mit amtl. LS)
  • NVwZ 1997, 494
  • NVwZ 1997, 257
  • NWB 1997, 162
  • NWVBl 1997, 460-462
  • NuR 1997, 401-403 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Zum Anspruch auf schriftliche Mitteilung bestimmter Umweltinformationen anstelle der Gewährung von Akteneinsicht.

2. Beantragt ein Bürger ausdrücklich einen bestimmten Informationszugang, darf die Behörde dies nur dann zugunsten eines anderen Informationsmittels ablehnen, wenn hierfür gewichtige, von ihr darzulegende Gründe bestehen.

3. Die Ausübung des in § 4 I 2 UIG eingeräumten behördlichen Ermessen, in welcher Weise der Anspruch auf Informationen über die Umwelt erfüllt wird, ist an dem Zweck der Umweltinformationsrichtlinie 90/313/EWG vom 23.06.1990 auszurichten. Ein Auswahlermessen besteht deshalb nur zwischen solchen Informationsmitteln, die im wesentlichen die gleiche Informationseignung besitzen.