Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 04.07.1979, Az.: 5 AZR 8/78
Gastschwestern; DRK-Schwesternschaft e.V.; Arbeit gegen Entgelt; Arbeitsverträge; Gestellungsverträge; Arbeitnehmerüberlassungsvertrag
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 04.07.1979
- Aktenzeichen
- 5 AZR 8/78
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1979, 10015
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Hamm 20.10.1977 - 8 Sa 668/77
Rechtsgrundlagen
- Art. 1 § 1 Abs. 1 AÜG
- § 611 BGB
- § 613a Abs. 1 BGB
- Art. 1 § 9 Nr. 1 AÜG
- Art. 1 § 10 Abs. 1 S. 1 AÜG
- § 1 Abs. 2 KSchG
- § 4 S. 1 KSchG
- § 262 Abs. 2 S. 3 ZPO
- § 325 Abs. 1 ZPO
- § 620 Abs. 2 BGB
Fundstellen
- BAGE 32, 47 - 56
- DB 1979, 2282-2283 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Die typischen Vereinbarungen der sogenannten Gastschwestern mit einer DRK-Schwesternschaft e.V., durch die sich die Schwestern verpflichten, in einem von der Schwesternschaft besetzten Krankenhaus gegen Entgelt zu arbeiten, sind Arbeitsverträge. Sie begründen Arbeitsverhältnisse zur DRK-Schwesternschaft.
2. Durch diese Arbeitsverträge entstehen, auch in Verbindung mit den für die DRK-Schwesternschaft typischen Gestellungsverträgen, keine Arbeitsverhältnisse zum jeweiligen Krankenhausträger.
3. Dieses Vertragssystem ist rechtlich nicht zu mißbilligen. Der Gestellungsvertrag der DRK-Schwesternschaften ist kein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag im Sinne von AÜG Art. 1 § 1 Abs. 1.