Bundesgerichtshof
Urt. v. 26.05.1970, Az.: VI ZR 4/69
Hemmung der Verjährung; Schadensersatzanspruch; Haftpflichtversicherung; Sozialversicherung; Teilungsabkommen; pactum de non petendo; Auslegung einer Vereinbarung; Stillhalteverpflichtung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 26.05.1970
- Aktenzeichen
- VI ZR 4/69
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1970, 11150
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- DB 1970, 1318 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1970, 751 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1970, 837-839 (Volltext mit red. LS)
Redaktioneller Leitsatz
Die Hemmung der Verjährung eines Schadensersatzanspruches ist möglich durch eine Vereinbarung, die zwischen Haftpflichtversicherer und Sozialversicherer auf der Grundlage eines vorgegebenen Teilabkommens getroffen wird.
Diese Vereinbarung muß im Umfang des von der Vereinbarung betroffenen Anspruchsteils als "pactum de non petendo" und insofern als Vertrag, der die Berechtigung zur Leistungsverweigerung verleiht, zugunsten des Schuldners (§ 328 BGB) auszulegen sein.