Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 15.03.2006, Az.: 2 BvR 2174/05
Verfassungsmäßigkeit der Beteiligung der Gefangenen einer Justizvollzugsanstalt an den Stromkosten von Elektrogeräten; Anforderungen an das Verbot der Vorwegnahme der Hauptsache bei einem Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz; Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Anordnung von Maßnahmen im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutz im Hinblick auf die Vorwegnahme der Hauptsache; Anforderungen an die Begründung der Ablehnung eines Antrags im vorläufigen Rechtsschutz; Voraussetzungen für das Bestehen einer Verfplichtungssituation
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 15.03.2006
- Aktenzeichen
- 2 BvR 2174/05
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 2006, 11908
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LG Koblenz - 19.05.2005 - AZ: 7 StVK 202/05 - EA
- LG Koblenz - 21.11.2005 - 7 StVK 518/05 - EA
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- JuS 2006, XIV Heft 5 (Pressemitteilung)
- wistra 2006, II Heft 5 (Kurzinformation)
Verfahrensgegenstand
1.
Beschluss des Landgerichts Koblenz vom 19. Mai 2005 - 7 StVK 202/05 - EA - - 2 BvR 917/05
2.
Beschluss des Landgerichts Koblenz vom 21. November 2005 - 7 StVK 518/05 - EA - - 2 BvR 2174/05
In den Verfahren über die Verfassungsbeschwerden
hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts
durch
den Richter Broß,
die Richterin Lübbe-Wolff
und den Richter Gerhardt
gemäß § 93c in Verbindung mit § 93a Absatz 2 Buchstabe b BVerfGG
in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)
am 15. März 2006
einstimmig beschlossen:
Tenor:
Die Verfassungsbeschwerden werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.
Die Beschlüsse des Landgerichts Koblenz vom 19. Mai 2005 - 7 StVK 202/05 - EA - und vom 21. November 2005 - 7 StVK 518/05 - EA - verletzen den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht auf effektiven Rechtsschutz aus Artikel 19 Absatz 4 des Grundgesetzes. Sie werden aufgehoben. Die Sachen werden an das Landgericht zurückverwiesen.
Das Land Rheinland-Pfalz hat dem Beschwerdeführer die notwendigen Auslagen für die Verfassungsbeschwerde-Verfahren zu erstatten.
Hinweis: Verbundenes Verfahren
Volltext siehe unter:
BVerfG - 15.03.2006 - AZ: 2 BvR 917/05
Lübbe-Wolff
Gerhardt