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Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 19.11.1996, Az.: 9 AZR 640/95

Betriebsübergang; Tarifansprüche; Besitzstand; Dynamik

Bibliographie

Gericht
BAG
Datum
19.11.1996
Aktenzeichen
9 AZR 640/95
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1996, 10123
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
ArbG Köln - 03.01.1995 - AZ: 17 Ca 10284/93
LAG Köln - 14.07.1995 - AZ: 4 Sa 450/95

Fundstellen

  • AiB 1998, 114-115 (Volltext mit amtl. LS)
  • AuR 1997, 291 (amtl. Leitsatz)
  • BB 1996, 2573 (Pressemitteilung)
  • BB 1997, 1589-1590 (Volltext mit amtl. LS)
  • DB 1996, 2448 (amtl. Leitsatz)
  • DB 1997, 1473 (amtl. Leitsatz)
  • EWiR 1997, 929-930 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • JuS 1997, XXXIX Heft 2 (Kurzinformation)
  • NZA 1997, 890-892 (Volltext mit amtl. LS)
  • RdA 1997, 313 (amtl. Leitsatz)
  • SAE 1998, 122-123
  • ZIP 1997, 1512-1514 (Volltext mit amtl. LS)
  • ZIP 1996, A115-A116 (Kurzinformation)

Amtlicher Leitsatz

1. Tarifliche Ansprüche von Arbeitnehmern auf Urlaubsgeld können nach § 613a I 3 BGB bei einem Betriebsübergang durch einen anderen, bei dem neuen Inhaber geltenden Tarifvertrag verschlechtert werden.

2. Wird den übernommenen Arbeitnehmern unmißverständlich vor dem Betriebsübergang vom neuen Inhaber bekanntgegeben, daß zu ihren Gunsten die Regelungen des verschlechternden Tarifvertrages solange nicht angewandt werden, bis ihr bisheriger tariflicher Besitzstand erreicht wird, so müssen sie davon ausgehen, ihnen solle der zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs erreichte Besitzstand durch eine vertragliche Abrede gesichert werden. Ohne weitere Erklärungen des Arbeitgebers besteht kein Anlaß zu der Annahme, der neue Inhaber wolle sich zu einer Anpassung des vor dem Betriebsübergang erreichten Besitzstands durch Berücksichtigung der späteren tariflichen Entgelterhöhungen ("Dynamisierung") verpflichten.