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Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 16.04.1997, Az.: 3 AZR 869/95

Insolvenzgeschützte Versorgungsansprüche; Geschäftsführer; Minderheitsgesellschafter; GmbH; Stimmrechtsverteilungsregelung; Gesellschaftsvertrag

Bibliographie

Gericht
BAG
Datum
16.04.1997
Aktenzeichen
3 AZR 869/95
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1997, 10170
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
ArbG Köln 29.09.1994 - 14 Ca 2252/92
LAG Köln - 18.10.1995 - AZ: 7 Sa 252/95

Fundstellen

  • AuR 1998, 37 (amtl. Leitsatz)
  • BB 1997, 2486-2487 (Volltext mit amtl. LS)
  • DB 1997, 2495-2496 (amtl. Leitsatz)
  • EWiR 1997, 1117-1118 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • FA 1998, 54
  • FA 1998, 21
  • FAr 1998, 21
  • FAr 1998, 54
  • GmbH-StB 1998, 8-9 (Volltext mit amtl. LS)
  • GmbHR 1998, 84-87 (Volltext mit amtl. LS)
  • KTS 1998, 288-290
  • NJW 1998, 3518 (Volltext mit amtl. LS)
  • NZA 1998, 101-104 (Volltext mit amtl. LS)
  • NZG 1998, 188
  • RdA 1998, 57
  • ZIP 1997, 2131-2134 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Versorgungsansprüche eines Geschäftsführers und Minderheitsgesellschafters einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) sind jedenfalls dann nach § 1 Abs. 1, § 7, § 17 Abs. 1 Satz 2 BetrAVG insolvenzgeschützt, wenn der Geschäftsführer und Gesellschafter bei der Führung des Unternehmens keine rechtliche Möglichkeit zu beherrschendem Einfluß hatte.

2. Dies ist nicht nur dann der Fall, wenn dem Versorgungsberechtigten während seiner Tätigkeit für das Unternehmen ein Mehrheitsgesellschafter gegenüberstand. § 17 Abs. 1 Satz 2 BetrAVG bezieht auch die Minderheitsgesellschafter in den Geltungsbereich des Gesetzes ein, denen ein anderer Minderheitsgesellschafter gegenübersteht, der aber aufgrund einer Stimmrechtsverteilungsregelung im Gesellschaftsvertrag die Mehrheit der Stimmen auf sich vereint (Abgrenzung zu BGH Urteil vom 25.9.1989, II ZR 259/88 = BGHZ 108, 330 [BGH 25.09.1989 - II ZR 259/88]).