Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 30.06.1983, Az.: 2 AZR 10/82
Schwerbehinderung; Sonderkündigungsschutz
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 30.06.1983
- Aktenzeichen
- 2 AZR 10/82
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1983, 10222
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Gelsenkirchen 16.07.1981 - 3 Ca 3467/80
- LAG Hamm 26.11.1981 - 9 Sa 1116/81
Rechtsgrundlagen
- § 53 SchwbG
- § 12 SchwbG
- § 1 SchwbG
- § 3 SchwbG
- § 127 BGB
- § 130 BGB
- § 132 BGB
- § 77 SGG
- § 83 SGG
- § 84 SGG
- § 39 SGB X
- § 44 SGB X
Fundstellen
- BAGE 43, 148 - 160
- DB 1984, 1047
- JR 1985, 88
- NJW 1984, 687 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
Einem schwerbehinderten Arbeitnehmer steht der Sonderkündigungsschutz des § 12 SchwbG auch dann zu, wenn die Frist für den Widerspruch gegen einen die Schwerbehinderteneigenschaft verneinenden Bescheid des Versorgungsamts nach Zugang der Kündigung abläuft, der Arbeitnehmer innerhalb der Regelfrist von einem Monat nach Zugang der Kündigung die Rücknahme des Bescheids wegen fehlerhafter Sachbehandlung (§ 44 SGB X) beantragt sowie dem Arbeitgeber hiervon Mitteilung macht, und das Versorgungsamt dann durch einen neuen Bescheid die Schwerbehinderteneigenschaft mit Rückwirkung auf die Zeit vor der Kündigung feststellt.