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Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 14.02.1973, Az.: 2 BvR 667/72

Rechtsanwalt; Beteiligung an einer Straftat; Entziehung der Verteidigungsbefugnis; Eingriff in die Freiheit der anwaltlichen Berufsausübung ; Keine Deckung durch Gewohnheitsrecht

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
14.02.1973
Aktenzeichen
2 BvR 667/72
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 1973, 11015
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
BGH 25.08.1972 - 1 BJs 6/71 - StB 18, 20/72

Fundstellen

  • BVerfGE 34, 293 - 307
  • DRiZ 1973, 241-243
  • DVBl 1973, 356-359 (Volltext mit amtl. LS)
  • DÖV 1973, 276-277 (Volltext mit amtl. LS)
  • JZ 1973, 311-314 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • MDR 1973, 478-481 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1973, 696

Redaktioneller Leitsatz

Wenn ein Rechtsanwalt im Verdacht der Teilnahme an der dem Beschuldigten zur Last gelegten Straftat steht, so liegt bei Entziehung der Verteidigungsbefugnis durch das Gericht ein Eingriff in die Freiheit der anwaltlichen Berufsausübung (Art. 12 Abs. 1 GG) vor. Dieser Eingriff ist zur Zeit weder durch Gesetz noch durch Gewohnheitsrecht gedeckt.