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Bundesarbeitsgericht
Beschl. v. 22.04.1997, Az.: 1 ABR 74/96

Krankenhaus; Rote-Kreuz-Pflegekräfte; DRK-Schwesternschaft; Gestellungsvertrag; Mitbestimmungspflichtige Einstellung; Weisungsbefugnisse

Bibliographie

Gericht
BAG
Datum
22.04.1997
Aktenzeichen
1 ABR 74/96
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 1997, 10224
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
ArbG Hildesheim 26.10.1995 - 2 BV 2/95
LAG Hannover 07.08.1996 - 15 TaBV 121/95

Fundstellen

  • AiB 1997, 720-722 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • ArztR 1998, 124
  • AuR 1997, 408 (amtl. Leitsatz)
  • BB 1997, 2008 (amtl. Leitsatz)
  • BB 1997, 1205-1206 (Pressemitteilung)
  • DB 1997, 936
  • FA 1997, 52 (amtl. Leitsatz)
  • KHuR 1998, 33
  • MedR 1998, 25
  • NZA 1997, 1297-1301 (Volltext mit amtl. LS)
  • PflR 1998, 19-26
  • RdA 1997, 378 (amtl. Leitsatz)
  • SAE 1998, 190
  • Streit 1999, 38

Amtlicher Leitsatz

Setzt der Arbeitgeber in dem von ihm betriebenen Krankenhaus Rote-Kreuz-Pflegekräfte ein, die von einer DRK-Schwesternschaft aufgrund eines mit dem Arbeitgeber geschlossenen Gestellungsvertrages entsandt werden, so liegt hierin eine gem. § 99 BetrVG mitbestimmungspflichtige Einstellung, wenn die Pflegekräfte in den Betrieb eingegliedert sind. Dies ist dann anzunehmen, wenn der Arbeitgeber aufgrund des Gestellungsvertrages auch ihnen gegenüber die für ein Arbeitsverhältnis typischen Weisungsbefugnisse hinsichtlich des Arbeitseinsatzes hat. Unerheblich ist, ob die Rote-Kreuz-Pflegekräfte deshalb nicht als Arbeitnehmer gelten, weil sie ihre Beschäftigung auf vereinsrechtlicher Grundlage erbringen.