Bundesgerichtshof
Urt. v. 29.06.1972, Az.: VII ZR 190/71
Eigentumsverletzung; Pflichtverletzung; Gesamtschuldner; Haftung als Gesamtschuldner; Ausgleichszahlung; Abtretung von Ersatzansprüchen
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 29.06.1972
- Aktenzeichen
- VII ZR 190/71
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1972, 11264
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BGHZ 59, 97 - 104
- DB 1972, 1866-1867 (Volltext mit amtl. LS)
- JZ 1973, 215-217 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1972, 1025 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1973, 210 (amtl. Leitsatz mit Anm.)
- NJW 1972, 1802-1804 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1972, 1137-1138 (Volltext mit red. LS)
Amtlicher Leitsatz
Haben für einen Schaden zwei Schuldner Ersatz zu leisten, der eine wegen einer Eigentumsverletzung nach § 823 Abs. 1 BGB, der andere, weil er einer vertraglichen Verpflichtung gegenüber dem Eigentümer, dessen Eigentum vor Beeinträchtigungen Dritter zu schützen, schuldhaft nicht gehörig nachgekommen ist, so haften beide als Gesamtschuldner. Der Ausgleich zwischen ihnen vollzieht sich deshalb nach § 426 Abs. 1 BGB. In einem solchen Fall steht dem Vertragsschuldner gegen den Eigentümer kein Anspruch aus § 255 BGB zu.