Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 29.08.1996, Az.: BVerwG 7 C 6/96
Anbahnung vor dem Stichtag; Unzulässiger Erwerb; Asset-deal; Redlichkeitsschutz für Unternehmenserwerber
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 29.08.1996
- Aktenzeichen
- BVerwG 7 C 6/96
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 12965
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Dresden 22.11.1994 - 3 K 1096/93
Rechtsgrundlagen
- § 4 Abs. 1 VermG
- § 4 Abs. 2 2 VermG
Fundstellen
- DÖV 1997, 207-208 (Volltext mit amtl. LS)
- EWiR 1996, 1053-1054 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- NJ 1997, 207-208 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1997, 281 (amtl. Leitsatz)
- ZIP 1996, 1919-1921 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Die Rückausnahme des § 4 II 2 lit. a VermG (Anbahnung vor dem Stichtag) greift dann nicht ein, wenn ein Erwerb angebahnt worden ist, der - wie der Kauf volkseigener Grundstücke - dem Vertragsgegenstand nach vor dem 19.10.1989 rechtlich nicht zulässig war.
2. Im Anwendungsbereich des § 4 II VermG gilt die Stichtagsregelung des § 4 II 2 VermG auch dann, wenn bei einem Unternehmensverkauf in der Form des "asset-deal" Grundstücke mitveräußert wurden.
3. Der Redlichkeitsschutz für Unternehmenserwerber ist in § 4 I 3 und 4 VermG nicht abschließend geregelt; daneben kann § 4 II VermG Anwendung finden.