Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 24.09.1997, Az.: BVerwG 11 C 10/96
Deutsche Bundesbahn; Gemeindeprivileg; Brückenbauwerk; Neubau mit verbesserter Tragkraft; Deutsche Bahn AG; Erhaltungslast
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 24.09.1997
- Aktenzeichen
- BVerwG 11 C 10/96
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1997, 12530
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VGH München 26.09.1996 - 8 B 95.1780
- VG München 21.11.1994 - M 3 K 94.3725
Rechtsgrundlagen
- § 60 Abs. 1 VwGO
- § 3 EBKrG
- § 5 EBKrG
- § 12 EBKrG
- § 14 EBKrG
- § 19 EBKrG
- Art. 6 Abs. 106 Nr. 4 ENeuOG
- § 60 VwVfG
- § 85 Abs. 2 ZPO
Fundstellen
- DÖV 1998, 395 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ 1998, 1075-1078 (Volltext mit red. LS)
- NuR 1998, 200-202 (Volltext mit amtl. LS)
- UPR 1998, 118
Amtlicher Leitsatz
1. Eine Vereinbarung, in der die Deutsche Bundesbahn es unter Geltung von § 19 Abs. 1 EKrG a.F. (sog. Gemeindeprivileg) gegenüber einer Gemeinde übernommen hat, ein als "abgängig" bezeichnetes Brückenbauwerk durch einen Neubau mit verbesserter Tragkraft zu ersetzen, ist bei Inkrafttreten des Eisenbahnneuordnungsgesetzes am 1. Januar 1994 wirksam geblieben.
2. Die Deutsche Bahn AG kann als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Bundesbahn wegen der Neuregelung der Erhaltungslast in § 19 EKrG n.F. gegenüber einem Erfüllungsanspruch der Gemeinde einredeweise eine Änderung der Geschäftsgrundlage geltend machen und eine Anpassung der Vereinbarung nach § 60 VwVfG verlangen.