Bundesfinanzhof
Urt. v. 24.01.1990, Az.: I R 145/86
Darlehn an Betriebsangehörige; Unverzinsliches Darlehn; Bilanzierung mit Nennbetrag; Gegenleistung; Teilwertabschreibung; Zins; Refinanzierung
Bibliographie
- Gericht
- BFH
- Datum
- 24.01.1990
- Aktenzeichen
- I R 145/86
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1990, 10995
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- FG Münster (EFG 1986, 113)
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BFHE 159, 494 - 501
- BStBl II 1990, 639-643 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1990, 1214-1216 (Volltext mit amtl. LS)
- DStR 1990, 345 (Volltext mit amtl. LS)
- HFR 1990, 510-511 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
- 1.
Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Darlehen an Betriebsangehörige sind auch dann mit dem Nennbetrag zu bilanzieren, wenn ihnen keine bestimmten Gegenleistungen der Darlehensnehmer gegenüberstehen (Anschluß an BFH-Urteil vom 30. November 1988 I R 114/84, BFHE 155, 337, BStBl II 1990, 117).
- 2.
Eine Teilwertabschreibung auf Kreditforderungen eines Kreditinstituts ist nicht gerechtfertigt, wenn zuvor der marktübliche Zins für Ausleihungen seit der Darlehensgewährung über den vereinbarten Zins gestiegen ist, die Spanne zwischen dem Zins für die Refinanzierungsmittel und dem vereinbarten Zins jedoch unverändert bleibt.
Hinweis: verbundenes Verfahren
Volltext siehe unter BFH - 24.01.1990 - AZ: I R 157/85