Bundessozialgericht
Urt. v. 31.07.1968, Az.: 11 RA 307/67
Zurückverweisungsrecht des LSG; Sachverhaltserforschung; Gerichtliche Aufklärungspflicht; Rechtsstandpunkt des Versicherungsträgers
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 31.07.1968
- Aktenzeichen
- 11 RA 307/67
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1968, 10904
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 1300 RVO
- § 79 AVG
- § 103 SGG
Fundstellen
- BSGE 28, 179 - 185
- DVBl 1969, 281 (Kurzinformation)
- NJW 1968, 2397 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Das Landessozialgericht darf nicht wegen eines Mangels des Verwaltungsverfahrens den Rechtsstreit nach SGG § 159 Abs. 1 Nr. 2 an das Sozialgericht zurückverweisen.
2. Der Grundsatz, daß im Rechtsstreit das Gericht - nicht die Verwaltung - den Sachverhalt zu erforschen hat, gilt auch in den Streitigkeiten um eine Neufeststellung nach RVO § 1300.
3. In diesen Streitigkeiten ist die Notwendigkeit einer Sachaufklärung vom sachlich-rechtlichen Standpunkt des Versicherungsträgers aus zu beurteilen, wenn dessen Rechtsstandpunkt nicht offensichtlich unvertretbar ist.