Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 21.03.1984, Az.: 4 AZR 375/83
Künstlergage
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 21.03.1984
- Aktenzeichen
- 4 AZR 375/83
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1984, 10113
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Köln 23.12.1982 - 11 Ca 9741/82
- LAG Köln 09.06.1983 - 8 Sa 194/83
Rechtsgrundlagen
- § 611 BGB
- § 266 BGB
- § 288 BGB
- § 4 Normalv. Chor
- § 5 Normalv. Chor
- § 7 Normalv. Chor
- § 10 Normalv. Chor
- § 11 Normalv. Chor
- § 101 ArbGG
- § 110 ArbGG
- § 3 AZO
Fundstellen
- BAGE 45, 238 - 250
- JR 1985, 220
- NJW 1985, 2156-2158 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Das "feste monatliche Gehalt" (§ 10 Abs. 1 Normalv Chor) des Opernchorsängers (Monatsgage) ist das Entgelt für die Mitwirkung an den tariflich geregelten Chorproben und Aufführungen sowie für die individuelle Probenarbeit und sonstige Vorbereitung (Stimmtraining, Studium von Texten und Noten, Repetition).
2. Als Tagesgage steht dem Opernchorsänger ein Dreißigstel der Monatsgage zu. Damit wird nach allgemeinen Grundsätzen des staatlichen Arbeitszeitrechts bei wöchentlich sechs Arbeitstagen eine tägliche Arbeitsleistung von acht Stunden vergütet.
3. Hat ein Opernchorsänger an einem Warnstreik teilgenommen, ist ihm von seiner Tagesgage nur der auf die Dauer des Streiks entfallende Teil abzuziehen.