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Bundessozialgericht
Urt. v. 14.05.1996, Az.: 4 RA 60/94

Berufsunfähigkeit; Vergleichsberuf; Arbeitsmarktlage; Seltenheitsfall; Konkrete Benennung

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
14.05.1996
Aktenzeichen
4 RA 60/94
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1996, 11598
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
SG Hannover 01.04.1993 - S 1 An 122/92
LSG Celle 28.04.1994 - L 1 An 51/93

Fundstellen

  • BSGE 78, 207 - 223
  • NZS 1997, 180-186 (Volltext mit amtl. LS)
  • SGb 1996, 422-423 (Kurzinformation)
  • SGb 1997, 555-560 (Kurzinformation)
  • SozSich 1998, 66-69

Amtlicher Leitsatz

1. Berufsunfähig ist nicht, wer einen zumutbaren Vergleichsberuf vollschichtig verrichten kann; auf die jeweilige Arbeitsmarktlage kommt es nicht an (Fortführung von ua BSG vom 21.9.1977 - 4 RJ 131/76 bzw vom 25.6.1986 - 4a RJ 55/84 = SozR 2200 § 1246 Nr 22, 137; BSG vom 25.1.1994 - 4 RA 35/93 = SozR 3-2200 § 1246 Nr 41).

2. Wird der zumutbare Vergleichsberuf an mehr als 300 Arbeitsplätzen im Bundesgebiet ausgeübt, liegt kein sogenannter Seltenheitsfall vor; auf die Zahl der Bewerber oder möglichen Interessenten kommt es nicht an, gleichfalls nicht darauf, ob diese Arbeitsplätze frei oder besetzt sind (Fortführung von ua BSG vom 21.2.1985 - 4 RJ 29/84 und BSG vom 25.6.1986 - 4a RJ 55/84 = SozR 2200 § 1246 Nr 137).

3. Zur Pflicht der Rentenversicherungsträger, einen Vergleichsberuf "konkret" zu benennen.