Bundesgerichtshof
Urt. v. 09.06.1969, Az.: VII ZR 49/67
„Stationärvertrag“
Wettbewerbsverbot; Tankstelleninhaber; Mineralölgesellschaft; Tankstellen-Stationärvertrag; Einwand unzulässiger Rechtsausübung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 09.06.1969
- Aktenzeichen
- VII ZR 49/67
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1969, 10967
- Entscheidungsname
- Stationärvertrag
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BGHZ 52, 171 - 181
- BB 1969, 891
- DB 1969, 1285-1286 (Volltext mit amtl. LS)
- JZ 1970, 368-371 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- MDR 1969, 836-837 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1969, 1662-1665 (Volltext mit amtl. LS) "Wettbewerbsverbot"
Redaktioneller Leitsatz
1. Grundsätzlich gilt das aus § 86 HGB herzuleitende Wettbewerbsverbot auch für den Tankstelleninhaber. Dies steht jedoch immer unter den Vorbehalt der sich aus § 242 BGB ergebenden Einschränkungen.
2. Bei dem Verbot einer Mineralölgesellschaft, Öle und Fette anderer Herkunft in der nahegelegenen Werkstatt des
Stationärs zu verkaufen, welches aufgrund eines im Tankstellen-Stationärvertrag vereinbarten Wettbewerbsverbots ausgesprochen wird, kann einer Berufung auf dieses Verbot der Einwand unzulässiger Rechtsausübung (§ 242 BGB) nur dann entgegengebracht werden, wenn dem Stationär ein erheblicher Schaden droht.