Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 17.05.1990, Az.: BVerwG 2 WD 21/89
Disziplinarrecht ; Berufung eines Soldaten; Disziplinarmaß ; Maßnahmebemessungserwägung; Truppendienstkammer; Exhibitionistische Handlung; Homosexuelle Handlung
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 17.05.1990
- Aktenzeichen
- BVerwG 2 WD 21/89
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1990, 12514
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- TDiG Mitte Koblenz 13.06.1989 - M 7 VL 9/89
Rechtsgrundlagen
- § 111 WDO
- § 54 WDO
Fundstellen
- BVerwGE 86, 288 - 293
- NVwZ 1991, 893 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ-RR 1991, 379-380 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Anders als bei der maßnahmebeschränkten Berufung eines aktiven Soldaten liegt bei einem früheren Soldaten, dem eine schuldhafte Verletzung nachwirkender Pflichten vorgeworfen wird, eine Berufung in vollem Umfang auch dann vor, wenn er mit seinem Rechtsmittel nur Maßnahmebemessungserwägungen der Truppendienstkammer angreift.
2. Zur Maßnahmebemessung bei exhibitionistischen und homosexuellen Handlungen eines Angehörigen der Reserve vor und an Kindern und Jugendlichen.