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Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 11.01.1996, Az.: 1 BvR 2623/95

Gerichtsverfahren; Bildbericht; Einstweilige Anordnung; Folgenabwägung; Persönlichkeitsrecht

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
11.01.1996
Aktenzeichen
1 BvR 2623/95
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1996, 12422
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • AfP 1996, 129-133
  • JuS 1996, 742
  • Kriminalistik 1996, 473
  • NJ 1996, 131 (Pressemitteilung)
  • NJW 1996, 581-584 (Volltext mit red. LS)
  • NJW 1996, 571-573 (Urteilsbesprechung von RA Martin W. Huff) "Kippt das BVerfG § 169 S. 2 GVG?"
  • NStZ 1996, 143-144 (Volltext mit red. LS)
  • NVwZ 1996, 371

Amtlicher Leitsatz

1. Eine Verfassungsbeschwerde auf Zulassung von Ton- und Fernseh-Rundfunkaufnahmen aus einer Gerichtsverhandlung ist derzeit im Hinblick auf den kontrovers diskutierten § 169 S. 2 GVG nicht unzulässig oder öffentlich unbegründet.

2. Bei der im Rahmen des einstweiligen Anordnungsverfahrens erforderlichen Folgenbeurteilung und -abwägung zu der Frage der Zulassung von Bild- und Tonaufnahmen überwiegen die Persönlichkeitsrechte der beteiligten Personen gegenüber dem Recht eines Fernsehunternehmens auf freie Berichterstattung.