Bundessozialgericht
Urt. v. 16.10.1986, Az.: 12 RK 30/86
Befugnis eines Versicherungsträgers; Verfahren zur Nachentrichtung freiwilliger Beiträge; Nachentrichtungsbegehren; Fristsetzung; Frist; Ermessen des Versicherungsträgers; Ausschlußfrist
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 16.10.1986
- Aktenzeichen
- 12 RK 30/86
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1986, 11328
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Berlin 03.04.1985 - S 6 An 4037/83
- LSG Berlin 26.11.1985 - L 2 An 89/85
Rechtsgrundlagen
- Art. 2 § 49a Abs. 2 AnVNG
- Art. 2 § 51a Abs. 2 ArVNG
- § 26 Abs. 7 S. 2 SGB X
- Art. 2 § 49a Abs. 3 AnVNG
- Art. 2 § 51a Abs. 3 ArVNG
Fundstellen
- BSGE 60, 266 - 273
- SozR 5750 Art 2 § 51a Nr 66
Amtlicher Leitsatz
1. Der Versicherungsträger ist befugt, im Verfahren zur Nachentrichtung freiwilliger Beiträge nach Art 2 § 49a Abs 2, 3 AnVNG (= Art 2 § 51a Abs 2, 3 ArVNG) für die Konkretisierung des Nachentrichtungsbegehrens eine Frist zu setzen.
2. Bei einer solchen Frist handelt es sich um eine materiell-rechtliche Ausschlußfrist, die jedoch als behördliche Frist unter Anwendung des § 26 Abs 7 S 2 SGB X nach dem pflichtgemäßen Ermessen des Versicherungsträgers rückwirkend verlängert werden kann, auch wenn sie bereits abgelaufen ist.
3. Zu Erwägungen, die bei der Ausübung des Ermessens bedeutsam sein können.