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Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 26.04.1990, Az.: 8 AZR 517/89

Urlaubsanspruch; Tod; Erben

Bibliographie

Gericht
BAG
Datum
26.04.1990
Aktenzeichen
8 AZR 517/89
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1990, 10115
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
ArbG Oberhausen 26.01.1989 - 2 (1) Ca 1/89
LAG Düsseldorf 07.06.1989 - 11 Sa 319/89

Fundstellen

  • BAGE 65, 122 - 128
  • AuR 1990, 327 (amtl. Leitsatz)
  • BB 1990, 1775 (amtl. Leitsatz)
  • BB 1990, 2490-2491 (Volltext mit amtl. LS)
  • DB 1990, 1925-1926 (Volltext mit amtl. LS)
  • FamRZ 1990, 1232 (amtl. Leitsatz)
  • NZA 1990, 940-942 (Volltext mit amtl. LS)
  • RdA 1990, 316 (amtl. Leitsatz)
  • ZTR 1990, 478 (amtl. Leitsatz)

Amtlicher Leitsatz

1. Der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers ist darauf gerichtet, seine Arbeitspflichten für die Dauer des Urlaubs zu beseitigen. Solche Pflichten können nach dem Tod des Arbeitnehmers nicht mehr entstehen.

2. Mit dem Tod des Arbeitnehmers entfällt auch ein Urlaubsabgeltungsanspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz.

3. Ist ein tariflicher Urlaubsabgeltungsanspruch nicht an die nach § 7 Abs. 4 BUrlG für den gesetzlichen Urlaubsanspruch zu beachtenden Merkmale gebunden, geht er mit dem Tod des Arbeitnehmers auf die Erben über.

4. Für den Anspruch auf eine soziale Beihilfe nach § 9 Nr. 6 MTV-Metall NRW als Ersatzleistung für einen mit dem Tod des Arbeitnehmers erloschenen Urlaubsanspruch ist nicht Voraussetzung, daß eine Urlaubsabgeltung für den Arbeitnehmer in Betracht gekommen wäre.