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Bundessozialgericht
Urt. v. 15.10.1985, Az.: 11a RA 58/84

Anwendung eines allgemeinen Ausreiseverbots; Ausreiseverbot; Neufeststellungsanspruch; Gerichtlicher Vergleich; Feindliche Maßnahme; Ersatzzeit

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
15.10.1985
Aktenzeichen
11a RA 58/84
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1985, 11130
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
SG Hamburg 23.07.1984 - 9 AN 300/83

Fundstelle

  • SozR 2200 § 1251 Nr 115

Amtlicher Leitsatz

1. Die Anwendung eines allgemeinen Ausreiseverbots auf in die deutschen Ostgebiete Evakuierte stellt sich als feindliche Maßnahme iS des § 28 Abs 1 Nr 3 AVG (= § 1251 Abs 1 Nr 3 RVO) dar (Festhalten an BSG 16.12.1981 11 RA 82/80 = BSGE 53, 37 = SozR 2200 § 1251 Nr 91).

2. Die Erledigung eines Anspruchs durch gerichtlichen Vergleich schließt einen Anspruch auf Neufeststellung nach § 44 SGB X nicht aus, soweit der Vergleich keinen Verzicht auf das materielle Recht iS des § 46 SGB I enthält (Fortführung von BSG 22.5.1975 10 RV 153/74 = SozR 3900 § 40 Nr 2 und BSG 23.6.1983 2 RU 2/82).