Bundesgerichtshof
Urt. v. 06.03.1986, Az.: III ZR 234/84
Allgemeine Geschäftsbedingungen; Konkludente Individualabrede; Formularbestimmungen; Kreditvertrag; Bereitstellungszinsen ; Frist zur Antragsannahme; Pauschale Nichtabnahmeentschädigung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 06.03.1986
- Aktenzeichen
- III ZR 234/84
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1986, 13149
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 4 AGBG
- § 9 AGBG
- § 10 Nr. 1 AGBG
- § 11 Nr. 5 AGBG
Fundstellen
- MDR 1986, 827-828 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1986, 1807-1809 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW-RR 1986, 850 (amtl. Leitsatz)
- ZIP 1986, 833-837
Amtlicher Leitsatz
1. Auch konkludente Individualabreden können Formularbestimmungen verdrängen.
2. Läßt sich eine Hypothekenbank in ihren AGB nach einer bindenden Darlehenszusage Bereitstellungszinsen von 0,25 % pro Monat versprechen, so bestehen dagegen auch dann keine Bedenken, wenn die Darlehensauszahlung von vornherein erst für einen wesentlich späteren Zeitpunkt zu erwarten ist.
3. Eine AGB-Bestimmung, in der sich eine Hypothekenbank für die Annahme eines Darlehensantrags generell eine Frist von 6 Wochen vorbehält, verstößt gegen § 10 Nr. 1 AGB-Gesetz.
4. Zur Höhe einer pauschalen Nichtabnahmeentschädigung in den AGB einer Hypothekenbank.