Suche

Nutzen Sie die Schnellsuche, um nach den neuesten Urteilen in unserer Datenbank zu suchen!

Bundessozialgericht
Beschl. v. 11.02.2020, Az.: B 4 AS 24/20 BH

Parallelentscheidung zu BSG B 4 AS 23/20 BH v. 11.02.2020

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
11.02.2020
Aktenzeichen
B 4 AS 24/20 BH
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2020, 16489
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
ECLI:DE:BSG:2020:110220BB4AS2420BH0

Verfahrensgang

vorgehend
LSG Baden-Württemberg - 14.10.2019 - AZ: L 1 AS 1747/19
SG Karlsruhe - 02.05.2019 - AZ: S 9 AS 3365/18

in dem Rechtsstreit
BSG Az.: B 4 AS 24/20 BH
LSG Baden-Württemberg 14.10.2019 - L 1 AS 1747/19
SG Karlsruhe 02.05.2019 - S 9 AS 3365/18
…………………………………………..,
Klägerin und Antragstellerin,
g e g e n
Jobcenter Landkreis Karlsruhe,
Brauerstraße 10, 76135 Karlsruhe,
Beklagter.
Der 4. Senat des Bundessozialgerichts hat am 11. Februar 2020 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. V o e l z k e sowie die Richter S ö h n g e n und Dr. B u r k i c z a k
beschlossen:

Tenor:

Der Antrag der Klägerin, ihr zur Durchführung des Verfahrens der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 14. Oktober 2019 - L 1 AS 1747/19 - Prozesskostenhilfe zu bewilligen, wird abgelehnt.

Gründe

1

Nach § 73a SGG iVm § 114 ZPO kann einem Beteiligten für das Verfahren vor dem BSG nur dann PKH bewilligt werden, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet; das ist hier nicht der Fall. Es ist nicht zu erkennen, dass ein zugelassener Prozessbevollmächtigter (§ 73 Abs 4 SGG) in der Lage wäre, eine Nichtzulassungsbeschwerde der Klägerin erfolgreich zu begründen.

2

Nach § 160 Abs 2 SGG ist die Revision nur zuzulassen, wenn die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat (Nr 1), das Urteil des LSG von einer Entscheidung des BSG, des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes (GmSOGB) oder des BVerfG abweicht und auf dieser Abweichung beruht (Nr 2) oder wenn ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen kann (Nr 3). Solche Zulassungsgründe sind nach summarischer Prüfung des Streitstoffs auf der Grundlage des Inhalts der Gerichts- und Verwaltungsakten sowie unter Berücksichtigung des klägerischen Vorbringens nicht erkennbar.

3

Eine grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache (§ 160 Abs 2 Nr 1 SGG) ist nur anzunehmen, wenn eine Rechtsfrage aufgeworfen wird, die über den Einzelfall hinaus aus Gründen der Rechtseinheit oder Fortbildung des Rechts einer Klärung durch das Revisionsgericht bedürftig und fähig ist. Der Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, in dem die Klägerin die Höhe der Regelbedarfe für 2018 und 2019 für zu niedrig hält, bietet hierfür keinen Anhalt. Insbesondere bestehen entgegen der Auffassung der Klägerin keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken an dem Verfahren zur Ermittlung der Regelbedarfe (vgl BVerfG vom 9.2.2010 - 1 BvL 1/09, 3/09, 4/09 - BVerfGE 125, 175 ff; BVerfG vom 23.7.2014 - 1 BvL 10/12, 1 BvL 12/12, 1 BvR 1691/13 - BVerfGE 137, 34 ff = SozR 4-4200 § 20 Nr 20; BSG vom 22.7.2019 - B 14 AS 63/19 B).

4

Es ist auch nicht erkennbar, dass die Entscheidung des LSG von einer Entscheidung des BSG, des GmSOGB oder des BVerfG abweicht oder ein Verfahrensmangel geltend gemacht werden könnte, auf dem die angefochtene Entscheidung des LSG beruhen kann, weshalb weder eine Divergenzrüge (§ 160 Abs 2 Nr 2 SGG) noch eine Verfahrensrüge (§ 160 Abs 2 Nr 3 SGG) erfolgversprechend sind.

Prof. Dr. Voelzke
Söhngen
Dr. Burkiczak