Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 12.03.1982, Az.: 2 BvR 1112/81
Angehörige der Presse; Journalistisches Zeugnisverweigerungsrecht; Bekenneranrufe; Bekennerschreiben; Organisation; Mitverantwortung für schwere Straftaten; Strafverfolgungsbehörde
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 12.03.1982
- Aktenzeichen
- 2 BvR 1112/81
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1982, 11567
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- AfP 1982, 100-101
- MDR 1982, 635-636 (Volltext mit amtl. LS)
- NStZ 1982, 253
Redaktioneller Leitsatz
Wenn bei der Presse "Bekenneranrufe" oder "Bekennerschreiben" eingehen, in denen eine bestimmte Organisation die Mitverantwortung für schwere Straftaten eingesteht, und die Presse das so erlangte Material vollständig an die Strafverfolgungsbehörde weitergegeben hat, können Angehörige der Presse sich nicht auf ihr journalistisches Zeugnisverweigerungsrecht nach § 53 Abs. 1 Nr. 5 StPO berufen.