Suche

Nutzen Sie die Schnellsuche, um nach den neuesten Urteilen in unserer Datenbank zu suchen!

Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 22.03.2005, Az.: 1 BvQ 2/05

Antrag auf Aussetzung des Vollzugs des Gesetzes zur Steuerehrlichkeit; Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen Regelungen zum automatisierten Abruf von Kontostammdaten; Grenzen der zulässigen Feststellung der Existenz von Konten und Depots; Voraussetzungen des zulässigen Kontenabrufs durch das Finanzamt; Anlassbezogenheit und Zielgerichtetheit des Kontenabrufs als Voraussetzung für dessen Zulässigkeit; Subsidiarität des Kontenabrufs gegenüber der Erteilung der Auskunft über die Konten durch den Beteiligten selber; Zulässigkeit des direkten Kontenabrufs bei Gefährdung des Ermittlungszwecks durch eine vorherige Benachrichtigung des Beteiligten; Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, auf Berufsfreiheit und auf Gewährung effektiven Rechtsschutzes durch das Gesetz zur Steuerehrlichkeit; Wahrung der Grundsätze der Normenklarheit und der Verhältnismäßigkeit durch die Regelung zum Kontenabruf

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
22.03.2005
Aktenzeichen
1 BvQ 2/05
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2005, 11617
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BVerfGE 112, 284 - 304
  • DB 2005, 754-758 (Volltext mit amtl. LS)
  • DSB 2005, 17 (Volltext mit red. LS)
  • DStR 2005, VI Heft 14 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStRE 2005, 482-486 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStZ 2005, 250 (Kurzinformation)
  • DVBl 2005, A 165 (Kurzinformation)
  • DVBl 2005, A165 (Kurzinformation)
  • HFR 2005, 470-474 (red. Leitsatz)
  • JZ 2005, 190* (Kurzinformation)
  • JuS 2005, XIV Heft 5 (Pressemitteilung)
  • NJ 2005, III Heft 5 (Pressemitteilung)
  • NJW 2005, 1179-1183 (Volltext mit red. LS)
  • NVwZ 2005, 544 (Pressemitteilung)
  • NWB 2005, 1095 (Kurzinformation)
  • WM 2005, 641-645 (Volltext mit amtl. LS)
  • ZBB 2005, 193 (red. Leitsatz)
  • ZIP 2005, VII Heft 13 (Kurzinformation)

Verfahrensgegenstand

Verfassungsbeschwerde gegen

1.
die durch Art. 2 des Gesetzes zur Förderung der Steuerehrlichkeit vom 23. Dezember 2003 (BGBl I S. 2928, 2931) in die Abgabenordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Oktober 2002 (BGBl I S. 3866) eingefügten Vorschriften des § 93 Abs. 7 und 8 und des § 93 b

hier:
Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung dahingehend, dass Art. 2 und 3 des Gesetzes zur Förderung der Steuerehrlichkeit entgegen der Bestimmung des Art. 4 Abs. 2 dieses Gesetzes nicht am 1. April 2005 in Kraft treten, hilfsweise: dass der Vollzug der Art. 2 und 3 des Gesetzes zur Förderung der Steuerehrlichkeit vorläufig ausgesetzt wird.

- 1 BvR 2357/04 -,

2.
den Antrag im Wege der einstweiligen Anordnung das In-Kraft-Treten der durch Art. 2 des Gesetzes zur Förderung der Steuerehrlichkeit vom 23. Dezember 2003 (BGBl I S. 2928, 2931) geänderten Vorschriften von § 93 Abs. 7 und 8, § 93 b Abgabenordnung, § 5 Abs. 1 Nr. 24 Finanzverwaltungsgesetz und § 24 c Abs. 1 Satz 1 Kreditwesengesetz bis zur Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde der Antragsteller auszusetzen.

- 1 BvQ 2/05 -,

Prozessführer

a) Volksbank R.,
vertreten durch den Vorstand

b) Herr B.

1. Prof. Dr. Gunter Widmaier, Herrenstraße 23, 76133 Karlsruhe,

2. Professor Dr. Bernhard Kramer, Malteserring 53, 78056 Villingen-Schwenningen

a) Frau T.

b) Herr L.

Dr. Joachim Sproß, Koopstraße 20-22, 20144 Hamburg

In den Verfahren über die Verfassungsbeschwerde
hat das Bundesverfassungsgericht - Erster Senat -
unter Mitwirkung
des Präsidenten Papier,
der Richterin Haas,
der Richter Hömig, Steiner,
der Richterin Hohmann-Dennhardt und
der Richter Hoffmann-Riem, Bryde, Gaier
am 22. März 2005 beschlossen:

Tenor:

Die Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung werden abgelehnt.

Hinweis: Verbundenes Verfahren

Volltext siehe unter:
BVerfG - 22.03.2005 - AZ: 1 BvR 2357/04