Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 02.07.1976, Az.: BVerwG 6 C 109/75
Richterablehnung; Besorgnis der Befangenheit; Erstantragsverfahren; Richterliche Aufklärungspflicht
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 02.07.1976
- Aktenzeichen
- BVerwG 6 C 109/75
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1976, 11097
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Karlsruhe 03.11.1975 - VG V 160/75
Rechtsgrundlagen
- § 25 WehrPflG
- § 32 WehrPflG
- § 34 Abs. 2 S. 1 WehrPflG
- § 54 VwGO
Fundstellen
- DÖV 1976, 757
- NJW 1977, 312
Amtlicher Leitsatz
Die Ablehnung von Richtern in einem Zweitantragsverfahren wegen Besorgnis der Befangenheit mit der Begründung, sie hätten bereits an der Entscheidung im Erstantragsverfahren mitgewirkt, greift in der Regel nicht durch. Gleiches gilt für die erneute Ablehnung der Richter, welche die darauf gestützte Ablehnung als unzulässig zurückverwiesen haben, weil sie der (irrigen) Rechtsauffassung waren, die Ablehnung aller Richter eines Spruchkörpers sei schlechthin rechtsmißbräuchlich (Fortführung von BVerwG vom 05.12.1975 VI C 129.74 = Buchholz BVerwG 448.0 § 34 WPflG Nr. 48). Nr. 48).