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Bundesfinanzhof
Urt. v. 29.06.1994, Az.: I R 137/93

Ausschüttungsverbindlichkeiten; Umsatztantieme

Bibliographie

Gericht
BFH
Datum
29.06.1994
Aktenzeichen
I R 137/93
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1994, 11498
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BFHE 175, 347 - 350
  • BB 1995, 1341-1343 (Urteilsbesprechung von Dr. jur. Stefan Fiedler)
  • BB 1994, 2319-2320 (Volltext mit amtl. LS)
  • BFH/NV 1995, 4
  • BStBl II 2002, 366
  • DB 1994, 2526-2527 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStR 1994, 1802-1803 (Volltext mit amtl. LS)
  • GmbHR 1994, 894-895 (Volltext mit amtl. LS)
  • HFR 1995, 140-142 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Verspricht eine GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer eine Umsatztantieme, die als verdeckte Gewinnausschüttung i. S. des § 8 III 2 KStG 1984 zu beurteilen ist, so ist dennoch sowohl in der Handels- als auch in der Steuerbilanz für die Umsatztantieme eine Rückstellung zu bilden.

2. Eine Tantiemenrückstellung bleibt unbeschadet ihrer Behandlung als verdeckte Gewinnausschüttung Fremdkapital. Auch Ausschüttungsverbindlichkeiten sind als Fremdkapital zu behandeln.

3. Für eine Berichtigung der Steuerbilanz um die Tantiemerückstellung besteht so lange kein Rechtsgrund, als die Verbindlichkeit zivilrechtlich noch existent ist.

4. Die Rechtsnachfolge des § 8 III 2 KStG 1984 setzt außerhalb der Steuerbilanz an.