Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 16.02.1973, Az.: 2 AZR 138/72
Schwangerschaft; Fehlgeburt; Kündigungsverbot; Gleichheitsgrundsatz; Mutterschutz; Verfassungsmäßigkeit
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 16.02.1973
- Aktenzeichen
- 2 AZR 138/72
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1973, 10091
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Hannover 15.12.1971 - 3 Sa 528/71
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BAGE 25, 70 - 75
- DB 1973, 879-880 (Volltext mit amtl. LS)
- JZ 1974, 187-188 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- MDR 1973, 616-617 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1973, 1431-1432 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Endet die Schwangerschaft einer berufstätigen Frau mit einer Fehlgeburt, dann scheidet sie aus dem Geltungsbereich des Mutterschutzgesetzes aus. Eine nach diesem Zeitpunkt der Arbeitnehmerin zugehende Kündigung fällt nicht unter das Kündigungsverbot des § 9 MuSchG.
2. Gegen diese Regelung bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken.